29. Okt 2026

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AI Act

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4 Min.

Was Artikel 4 des AI Act von kleinen Betrieben verlangt

Seit Februar 2025 müssen alle, die KI beruflich einsetzen, für ausreichende KI-Kompetenz sorgen. Was das für Ihr Team konkret heißt.

Illustration: Was Artikel 4 des AI Act von kleinen Betrieben verlangt
Illustration: Was Artikel 4 des AI Act von kleinen Betrieben verlangt

Viele kleine Betriebe und Vereine denken beim AI Act zuerst an Konzerne und Hochrisiko-Systeme. Dabei gibt es eine Pflicht, die fast jeden betrifft: Artikel 4 verlangt, dass Organisationen, die KI-Systeme einsetzen, dafür sorgen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenz verfügen.

Wen betrifft das?

Alle, die KI-Systeme beruflich nutzen. Dazu zählt schon der Einsatz von ChatGPT, Copilot oder einer KI-Übersetzung im Büro. Es kommt nicht auf die Größe der Organisation an, sondern darauf, dass KI im Arbeitsalltag genutzt wird. Auch Ehrenamtliche in Vereinen können darunterfallen, wenn sie im Rahmen der Vereinsarbeit mit KI-Tools arbeiten.

Was heißt „ausreichende KI-Kompetenz“?

Der AI Act nennt keinen festen Lehrplan. Gemeint ist, dass Ihre Leute die Tools verstehen, die sie nutzen: Was können sie, wo machen sie Fehler, welche Daten gehören nicht hinein und welche Risiken gibt es? Das Maß richtet sich nach Vorwissen, Aufgabe und Einsatzzusammenhang. Wer nur gelegentlich Texte glätten lässt, braucht weniger als jemand, der KI-Ergebnisse in Entscheidungen einfließen lässt.

Wie weisen Sie das nach?

Eine Zertifikatspflicht gibt es nicht. Sinnvoll ist trotzdem eine einfache Dokumentation: Wer hat wann an welcher Schulung teilgenommen, und welche KI-Tools sind im Einsatz? Eine kurze interne Nutzungsrichtlinie ergänzt das.

Ein pragmatischer Start

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick, welche KI-Tools bei Ihnen tatsächlich genutzt werden. Schulen Sie danach das Team praxisnah an den eigenen Aufgaben und halten Sie die Regeln schriftlich fest. Das ist in einem halben Tag machbar und deckt den Kern der Pflicht ab.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine praktische Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung.

Wo steht Ihre Organisation beim Thema KI?

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