24. Sep 2026
/
Lokale KI
/
5 Min.
Drei Wege, KI sicher zu betreiben: Festung, zwei Häuser, Zimmer
Wie Sie lokale und Cloud-KI sinnvoll kombinieren: drei Ansätze mit Vor- und Nachteilen und eine Entscheidungshilfe.
Wenn Sie KI mit Ihrem eigenen Wissen nutzen wollen, gibt es grob drei Wege. Sie unterscheiden sich in Sicherheit, Komfort und Aufwand.
Ansatz A: Die Festung
Eine Wissensbank, nur lokale KI, nichts verlässt das Haus. Das ist maximal sicher und einfach zu erklären. Der Preis: Die KI ist etwas schwächer, und Sie brauchen einen guten Rechner. Der Ansatz passt zu Organisationen mit viel sensiblen Daten, etwa in Beratung, Gesundheit oder Jugendarbeit.
Ansatz B: Zwei Häuser
Sie führen zwei getrennte Wissensbanken: eine interne mit Personendaten nur für die lokale KI und eine offene ohne Namen, in der auch Cloud-KI erlaubt ist. Das schafft klare Trennung. Nachteil: Zwei Orte wollen gepflegt werden, und Dinge landen leicht im falschen Haus.
Ansatz C: Ein Haus mit abgeschlossenen Zimmern
Eine Wissensbank mit zwei Zonen: offene Ordner und gesperrte Ordner für sensible Inhalte. Das ist bequem, weil alles an einem Ort liegt. Dafür müssen die Einstellungen stimmen, und ein Ausschluss ist keine echte Sperre: Wer Inhalte kopiert und in einen Cloud-Chat einfügt, umgeht ihn.
Welcher Ansatz passt?
A ist am sichersten, C am bequemsten, B liegt dazwischen. Wer unsicher ist, startet mit A und kann später zu C wechseln.
Was Technik nicht löst
Keiner der Ansätze ersetzt klare Regeln. Eine KI-Richtlinie, eine kurze Risikoprüfung vor dem Start und Schulung für alle Beteiligten gehören dazu. Und wenn doch etwas schiefgeht: schnell melden und prüfen, ob eine Meldung an die Aufsichtsbehörde nötig ist (Artikel 33 DSGVO, in der Regel binnen 72 Stunden).
Wo steht Ihre Organisation beim Thema KI?
Sie beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen? Schreiben Sie mir, ich freue mich über den Austausch.